Kyusho Jitsu – gezielte Fingerstöße auf die Vitalpunkte

  •  Kyusho Jitsu bereichert die Fähigkeiten in jedem Kampfsport. Gezielte Schläge und Tritte sind in den meisten Kampfsportarten sowieso enthalten. Das Wissen um die Vitalpunkte macht diese Techniken noch effektiver. Oft gibt Kyusho Jitsu verlorenes Wissen dem eigenen Kampfsport zurück.
  • Kyusho Jitsu kann die Rettung in Notfallsituationen sein. Wenn es beispielsweise zu einem nachteiligen Bodenkampf kommt oder ich aus einem Schwitzkasten nicht mehr herauskomme. Ein Drücken oder Schlagen auf die erreichbaren Vitalpunkte kann hier die Befreiung sein.
  • Sicherheitskräfte lernen mit Kyusho Jitsu, wie sie mit einem festen Griff auf die Vitalpunkte einen Angreifer oder Unruhestifter wieder zur Ruhe bringen können, ohne gleich groß Gewalt anwenden zu müssen.

 

Wirkung von Kyusho Jitsu

Kyusho Jitsu beginnt mit dem Wissen um die Vitalpunkte. Diese Punkte haben negative Auswirkungen auf einen Menschen, wenn Druck auf sie ausgeübt wird. Oft ist dies einfach nur ein Schmerz. Im Gegensatz zu Akupunktur oder Akupressur müssen die Punkte im Kyusho Jitsu drei Bedingungen erfüllen. Sie müssen schlagartig eine Wirkung hervorrufen, es sollte immer nur ein einzelner Punkt sein und der Punkt sollte gut erreichbar sein. Man hat schließlich keinen Patienten vor sich, der sich ruhig an mehreren Stellen eine Nadel stechen läßt und geduldig auf die Wirkung wartet. Die Wirkung der Vitalpunkte beruht auf unterschiedlichen Prinzipien. Jeder Punkt wird mit einer eigenen Technik stimuliert. Eines haben sie aber alle gemeinsam, eine große Wirkung bei geringem Kraftaufwand.

 

Die gesunde Seite von Kyusho Jitsu

Die Vitalpunkte werden nicht nur genutzt, um einem Angreifer zu schaden. Das Wissen um die Vitalpunkte wird auch zu Heilzwecken genutzt. Im Grunde beginnt die Ausbildung in dieser Kampfkunst damit.

Als erstes wird Akupressur gelernt. So wird das Wissen um die Vitalpunkte praktisch umgesetzt. Wo sind die Punkte? Wie kann ich sie finden? Wie kann ich sie stimulieren? Die Kyushoka können dieses Wissen dann auch nutzen, um bei den verschiedensten Beschwerden Linderung zu verschaffen und die Selbstheilungsprozesse zu aktivieren. Ein wichtiger Teil der Akupressur im Kyusho Jitsu ist die Schmerztherapie. Gerade für Kampfsportler kann dies eine alltägliche Hilfe sein. Durch das Erkennen und Auflösen von Blockaden in Muskeln, Sehnen und Gelenken können Schmerzen gemindert werden.

Auch die Wiederbelebung gehört zur Ausbildung. Ein Kämpfer, der seinen Gegner in einen „Sekundenschlaf“ versetzt, der sollte ihn auch wieder reanimieren können (Kyusho-Revival). Zur gesunden Seite von Kyusho Jitsu gehört, dass diese Kampftechnik vergleichsweise frei von Verletzungen ist. Es werden keine Knochen gebrochen oder innere Organe verletzt. Das große Ziel ist das verletzungsfreie K.O.

Quelle: http://kampfsportarten-abc.de/kampfsportarten-liste/kyusho-jitsu/